Datenrettung aus der Schweiz: der Weg zu uns
Der häufigste Grund, warum Schweizer Anfragen zögerlich starten, ist nicht der technische Schaden, sondern die Sorge vor Zoll und Papierkram. In der Praxis ist das unkompliziert: Der Datenträger wird als Ware zur Reparatur mit anschliessender Rücksendung deklariert. Wir stellen Ihnen die nötigen Unterlagen bereit und benennen den Wert korrekt, sodass keine Einfuhrabgaben auf den Warenwert anfallen.
Sie können den Datenträger selbst versenden oder eine Abholung beauftragen. In beiden Fällen gilt: Bitte legen Sie eine kurze Beschreibung bei, was passiert ist und welche Daten am wichtigsten sind. Das spart in der Analyse Zeit und wirkt sich direkt auf die Bearbeitungsdauer aus.
Was Sie beilegen sollten
- Kurze Schilderung des Schadensverlaufs
- Angabe der wichtigsten Ordner oder Dateitypen
- Bei RAID: Anzahl der Laufwerke und Reihenfolge
- Zugangsdaten nur, wenn zwingend nötig
- Kein Netzteil und kein Zubehör, sofern nicht relevant
Datenträger, die wir retten
- Festplatten (HDD) aller Hersteller
- SSDs und M.2-/NVMe-Laufwerke
- RAID-Verbünde und NAS-Systeme
- Serverfestplatten und virtuelle Maschinen
- USB-Sticks und Speicherkarten
Vertraulichkeit und Datenschutz
Für Schweizer Auftraggeber ist die Frage nach dem Umgang mit den Daten meist die zweite nach der Erfolgsaussicht. Die Bearbeitung erfolgt ausschliesslich in unseren eigenen Räumen, ohne Weitergabe an Dritte und ohne Cloud-Zwischenspeicher. Auf Wunsch schliessen wir vorab eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung sowie eine Verschwiegenheitserklärung.
Nach Abschluss erhalten Sie die geretteten Daten auf einem verschlüsselten Datenträger zurück. Die bei uns verbliebenen Kopien werden nach der von Ihnen bestätigten Frist gelöscht; auf Wunsch dokumentieren wir das schriftlich. Für Treuhand, Kanzleien und Arztpraxen ist dieser Punkt regelmässig Teil der Beauftragung.
Woran Sie den Schaden erkennen
Ob ein Defekt mechanisch oder logisch ist, entscheidet über das Vorgehen - und darüber, wie dringend das Gerät ausgeschaltet werden muss:
Mechanisch: sofort ausschalten
- Klackern, Schleifen oder rhythmische Geräusche
- Das Laufwerk läuft an und stoppt sofort wieder
- Der Datenträger wird gar nicht mehr erkannt
- Nach Sturz, Stoß, Wasser- oder Überspannungsschaden
Logisch: Zugriff einstellen
- Aufforderung, den Datenträger zu formatieren
- Ordner sichtbar, Dateien lassen sich nicht öffnen
- Partition wird als RAW oder unformatiert angezeigt
- RAID meldet degraded oder Rebuild fehlgeschlagen
In beiden Fällen gilt: Je früher der Zugriff endet, desto besser die Ausgangslage. Mehr dazu unter Festplatte wird nicht erkannt und gelöschte Dateien wiederherstellen.
Erste Hilfe bei Datenverlust
- Gerät sofort ausschalten: Jeder weitere Startversuch kann den Schaden vergrößern.
- Nicht selbst öffnen: Schon wenige Staubpartikel zerstören die Magnetschicht einer Festplatte.
- Keine Rettungssoftware einsetzen: Bei mechanischen Defekten verschlimmert der Schreibzugriff den Schaden.
- Nichts auf den Datenträger schreiben: Gelöschte Dateien bleiben nur so lange rekonstruierbar, bis sie überschrieben werden.
- Fachbetrieb kontaktieren: Schildern Sie uns das Schadensbild, wir sagen Ihnen, was sinnvoll ist.
Was eine Datenrettung kostet
Der Preis hängt vom Speichermedium und vom Schadensbild ab. Nach der Analyse erhalten Sie ein verbindliches Festpreis-Angebot; erst mit Ihrer Zustimmung beginnt die Rettung. Zur Orientierung einige abgeschlossene Aufträge:
- Festplatte 2 TB, Headcrash nach Sturz, Kopfsatztausch im Reinraum: ab 780 €
- SSD 500 GB, Controller-Defekt, Auslesen der NAND-Chips: ab 720 €
- NAS mit 4 Laufwerken, Ausfall nach Überspannung: ab 1.450 €
- USB-Stick, abgebrochener Stecker, Direktauslesung: ab 480 €
- Speicherkarte, nicht erkannt, Auslesen über Testpunkte: ab 390 €
Was eine Rettung kostet, ist unter Kosten der Datenrettung aufgeschlüsselt. Eine erste Einschätzung am Telefon ist kostenfrei.
Für Unternehmen
Geschäftlich betroffene Kunden in der Schweiz brauchen neben der Rettung selbst einen nachvollziehbaren Vorgang. Sie erhalten von Beginn an einen festen Ansprechpartner, der den Bearbeitungsstand kennt und Rückfragen direkt beantwortet, ohne Ticketsystem und ohne Weiterreichen.
- Auftragsverarbeitungsvertrag und Verschwiegenheitserklärung auf Wunsch vorab
- Bearbeitung ausschließlich im eigenen Haus, keine Weitergabe an Dritte
- Express rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen
- Dokumentierter Ablauf von der Analyse bis zur Rückgabe der Daten
- Rechnung auf das Unternehmen, Zahlung nach Lieferung möglich
Trifft der Ausfall ein System im Betrieb, entsteht als Erstes eine Sektorkopie. Das Original bleibt unverändert. Bei RAID-Verbünden und Serversystemen ist das entscheidend, weil sich ein fehlgeschlagener Rebuild dann nachträglich noch korrigieren lässt.
Kennen Sie schon unsere Datengarantie?
Eine Datenrettung gilt bei uns erst dann als erfolgreich, wenn mindestens 95 % Ihrer Daten wiederhergestellt sind - in der Regel sind es 100 %. Das halten wir vertraglich fest. Erreichen wir diese Schwelle nicht, entstehen Ihnen für die Wiederherstellung keine Kosten.
Der Grund, warum diese Zusage selten ist: Gerade die letzten fünf bis zehn Prozent sind bei komplizierten Schäden der mit Abstand aufwendigste Teil der Arbeit. Genau dort investieren wir die Zeit, statt ein Teilergebnis abzurechnen. Uns ist kein weiterer Anbieter bekannt, der sich in dieser Form festlegt.
Wenn Stunden zählen: der 24h-Express
Steht die Warenwirtschaft, die Fertigungssteuerung oder die laufende Buchhaltung still, ist selten der Datenverlust das Teuerste, sondern die Wartezeit. Für solche Fälle gibt es den 24h-Express: Der Auftrag wird sofort eingeplant und durchgehend bearbeitet, auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Melden Sie sich telefonisch, bevor der Datenträger auf den Weg geht. Dann ist die Bearbeitung reserviert, wenn er eintrifft, und Sie wissen vorher, was Sie bis dahin besser lassen.
Express ändert die Reihenfolge, nicht die Methode. Die Prüfschritte bleiben dieselben, verkürzt wird die Zeit zwischen ihnen. An der Erfolgsaussicht ändert das nichts, wohl aber daran, wie schnell ein Ergebnis vorliegt. Ob sich der Aufwand lohnt, entscheiden Sie mit dem Angebot in der Hand: Der Preis steht nach der Analyse fest, davor entsteht keine Verpflichtung.
- Anruf vor dem Versand, damit die Bearbeitung eingeplant ist
- Nur die betroffenen Laufwerke einsenden, beschriftet in der ursprünglichen Reihenfolge
- Keine eigenen Reparaturversuche: kein Rebuild, kein chkdsk, keine Rettungssoftware
- Kurze Notiz dazu, welche Daten zuerst gebraucht werden
- Erreichbarkeit für Rückfragen während der Analyse
Der Ablauf Schritt für Schritt
Zwischen dem ersten Anruf und den zurückgegebenen Daten liegen sieben Stationen. Sie sind bei jedem Auftrag gleich, unabhängig davon, ob eine einzelne Festplatte betroffen ist oder ein ganzer Serververbund.
Der entscheidende Punkt ist die Analyse. Sie ist kostenpflichtig, und danach wissen Sie, was wiederherstellbar ist, was es kostet und wie lange es dauert. Erst mit Ihrer Freigabe beginnt die eigentliche Rettung, ohne diese Zustimmung passiert nichts weiter, und der Datenträger geht auf Wunsch unbearbeitet zurück. Kostenlos ist die telefonische Erstberatung davor. Dort klären wir, welches Schadensbild vorliegt und ob sich der Weg zu uns überhaupt lohnt.
- Erstberatung am Telefon: Schadensbild aufnehmen, Sofortmassnahmen besprechen
- Einsendung oder Abholung: Auftragsformular ausfüllen, Datenträger auf den Weg bringen
- Eingang: Zustand dokumentieren, Eingang bestätigen
- Analyse: Schaden bestimmen, wo möglich zuerst eine Sektorkopie erstellen
- Festpreis-Angebot: was rettbar ist, was es kostet, wie lange es dauert
- Ihre Entscheidung: Freigabe oder Rücksendung, ohne Begründungszwang
- Wiederherstellung und Rückgabe: rekonstruieren, prüfen, verschlüsselt zurückschicken
Nach der Rettung: Rückgabe der Daten und was von den Kopien bleibt
Bevor etwas zurückgeht, wird geprüft, ob die wiederhergestellten Dateien wirklich lesbar sind. Eine lange Liste rekonstruierter Dateinamen sagt für sich genommen wenig aus. Kontrolliert wird deshalb über die Dateitypen hinweg: Dokumente werden geöffnet, Bilder angezeigt, Archive und Datenbankdateien auf Konsistenz geprüft. Was sich nicht rekonstruieren liess, benennen wir, statt es in der Gesamtmenge verschwinden zu lassen.
Der ursprüngliche Datenträger kommt auf Wunsch mit zurück. Wurde er im Reinraum geöffnet oder waren Bauteile defekt, ist er allerdings kein Speichermedium für den weiteren Betrieb mehr. Planen Sie für die zurückgegebenen Daten also einen neuen Datenträger und gleich eine zweite Sicherung ein.
- Rückgabe auf einem verschlüsselten Datenträger, Rückversand in die Schweiz
- Ordnerstruktur so, wie sie im Dateisystem noch vorhanden war; bei stark beschädigten Systemen sortiert nach Dateityp
- Nicht oder nur teilweise lesbare Dateien werden benannt und nicht stillschweigend mitgeliefert
- Die Kopien bleiben bis zur mit Ihnen vereinbarten Frist verfügbar, falls Sie noch einmal nachfordern
- Danach werden sie gelöscht, auf Wunsch mit schriftlicher Bestätigung
Häufige Fragen zur Datenrettung in der Schweiz
Aussichtslos ist sie nicht, sie liegt nur anders als bei einer Festplatte. Eine SSD hat keine beweglichen Teile: Die Daten liegen verteilt in NAND-Speicherzellen, ein Controller verwaltet die Zuordnung und verschlüsselt sie meist gleich mit. Fällt dieser Controller aus, hilft kein Software-Werkzeug mehr, dann müssen die Chips direkt ausgelesen und die Zuordnung rekonstruiert werden. Dazu kommt TRIM: Das Laufwerk räumt gelöschte Bereiche im Betrieb selbst auf. Deshalb gilt bei einer SSD noch mehr als bei einer Festplatte, sie nach dem Datenverlust nicht weiterlaufen zu lassen.
Nach einer Schnellformatierung sind die Inhalte meist noch vorhanden, neu angelegt wurde nur das Verzeichnis. Software kann hier helfen, aber nur unter zwei Bedingungen: Sie darf nicht auf dem betroffenen Datenträger installiert sein, und die Funde müssen auf ein drittes Medium geschrieben werden. Heikel sind Reparaturfunktionen wie chkdsk oder ein neu angelegtes Partitionsschema, weil sie genau die Strukturen überschreiben, aus denen sich die Daten rekonstruieren lassen. Klingt das Laufwerk ungewöhnlich, starten Sie es gar nicht erst.
Nein, Vorversuche kommen häufig vor und sind selten ein Ausschlussgrund. Entscheidend ist, dass Sie uns offen sagen, was gemacht wurde: geöffnete Festplatte, getauschte Platine, gestarteter Rebuild, eingesetzte Software. Das spart Analysezeit und verhindert, dass wir Folgeschäden für den ursprünglichen Fehler halten. Kratzer auf den Magnetscheiben oder ein bereits überschriebener RAID-Verbund können das Ergebnis begrenzen, wie weit, zeigt die Analyse. Was noch erreichbar ist, sagen wir Ihnen vor der Beauftragung und nicht erst danach.
Rufen Sie an, bevor jemand einen Rebuild startet oder ein Reparaturwerkzeug auf die Datenbank loslässt. Beides kann den Ausgangszustand endgültig verändern. Am Telefon klären wir, welche Laufwerke ausgebaut werden und wie Sie sie beschriften, damit die Reihenfolge im Verbund erhalten bleibt. Für dringende Fälle gibt es den 24h-Express, den Weg über die Grenze bereiten wir mit den nötigen Papieren vor. Nach der Rekonstruktion prüfen wir die Datenbankdateien darauf, ob sie sich wieder einbinden lassen.
Nicht einschalten, auch nicht kurz zur Kontrolle. Nach einem Sturz können die Schreib-Lese-Köpfe aufliegen, jeder Anlauf schleift dann über die Magnetschicht. Ein nasses Gerät bitte nicht föhnen, nicht in Reis legen und nicht trocknen lassen: Antrocknende Rückstände und Korrosion richten oft mehr Schaden an als die Feuchtigkeit selbst. Verpacken Sie es feucht und luftdicht, zusätzlich stossfest, und schicken Sie es zügig los. Nach einer Überspannung erwähnen Sie bitte auch das Netzteil, das dabei war.
Klackern bedeutet fast immer, dass der Schreib-Lese-Kopf nicht mehr sauber positioniert. Jeder weitere Startversuch kostet Datenspuren, ziehen Sie also den Strom und lassen Sie das Laufwerk aus. Für den Transport gilt: antistatische Hülle, rundum Polsterung, fester Karton statt loser Polstertasche, kein Netzteil und kein Zubehör dazu. Geöffnet wird die Platte erst bei uns im Reinraum. Dort werden Kopfsatz oder Elektronik ersetzt, und der Datenträger wird als Ganzes ausgelesen, bevor an den einzelnen Dateien gearbeitet wird.
- Eigenes Reinraumlabor & Ersatzteillager
- 95% Datenrettungsgarantie
- Qualitätssicherung nach ISO 9001:2015
- Diskretion & Datenschutz nach DSGVO
- Persönlicher Ansprechpartner
Aus der Schweiz erreichen Sie unseren Kundenservice 24 Stunden am Tag. Ein erstes Gespräch zur Datenwiederherstellung kostet Sie nichts.


