Der oft genannte Headcrash stellt verallgemeinert einen Defekt oder eine Fehlfunktion des Schreib-Lesekopfes bzw. der Schreib-Leseköpfe innerhalb einer Festplatte dar.
Dabei kann der Headcrash verschiedene Ursachen und Auswirkungen haben. Die Chancen einer Datenrettung nach Head-Crash richten sich nach dem Schaden.
Für den erfolgreichen Verlauf einer Datenrettung nach Head-Crash ist es wichtig, dass durch weitere Betriebsversuche keine Folgeschäden an den Magnetscheiben entstehen.
Auch nicht professionelle Herangehensweisen zur Datenwiederherstellung und Reparatur führen in der Regel bei einem vorliegenden Problem mit den Schreib-Leseköpfen zu weiteren, teils dramatischen Verschlechterungen des Festplattenschadens.
Ursachen für "Heads on Platters"
In den meisten Fällen führen mechanische Einflüsse wie das Herunterfallen einer Festplatte (Sturzschaden) oder das Umkippen einer externen Festplatte auf dem Schreibtisch zur gewaltsamen Veränderung der Schreib-Leseköpfe.
- Sturzschaden und Irritation der Schreibleseköpfe (Festplatte runtergefallen, umgekippt)
- Partikel auf der Datenträgerschicht (Platter), z.B. durch starke Schmutzeinwirkung im Produktionsbereich
- Elektronikdefekt mit Folgeschaden (z.B. durch Überspannung, Gewitter, defekte Stromversorgung)
- Häufiger Transport ohne unzureichende Polsterung
- nicht sachgemäße Lagerung der Festplatte (zu hohe / niedrige Temperaturen, Feuchtigkeit, Schmutz)
- Überhitzung und Überlastung einer Festplatte
- Verschleiß, langer Gebrauch ohne Neustarts (oft zeigen sich die Symptome nach einem Neustart der Festplatte)
- Produktionsfehler - deshalb kommt es manchmal auch bei neuen Festplatten zum Defekt einzelner Schreib-Leseköpfe.
- Eigenes Reinraumlabor & Ersatzteillager
- 95% Datenrettungsgarantie
- Qualitätssicherung nach ISO 9001:2015
- Diskretion & Datenschutz nach DSGVO
- Persönlicher Ansprechpartner

Achtung: Beim Verdacht auf einen Schreib-Lesekopfschaden (Headcrash) sollte die betroffene Festplatte möglichst schnell außer Betrieb genommen werden. Je länger sich ein defekter Schreib-Lesekopf unkontrolliert auf der Oberfläche einer Festplatte bewegt, umso höher steigt die Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung dieser. Ein Headcrash äußert sich in der Regel durch charakteristische untypische Geräusche (Klicken / Schleifen / Klackern / Kratzen / Schlagen). Verursacht wird der Schreib-Lesekopfschaden meist durch mechanische Einflüsse (Sturz / Schlag / Umkippen) aber auch durch herstellerbedingte Fehlfunktionen.
Wie ein Headcrash entsteht
Im Betrieb schwebt der Schreib-Lesekopf auf einem Luftpolster von wenigen Nanometern über der Plattenoberfläche. Alles, was dieses Polster stört, kann zur Berührung führen. Die Tabelle zeigt die Auslöser und was danach im Laufwerk passiert.
| Auslöser | Was im Laufwerk geschieht | Folge für die Daten |
|---|---|---|
| Stoß oder Erschütterungen im laufenden Betrieb | Der Kopf wird aus dem Luftpolster gedrückt und setzt auf | Kratzspur auf der Magnetschicht, die betroffenen Sektoren sind verloren |
| Sturz im ausgeschalteten Zustand | Der Kopf verlässt die Parkposition und schlägt auf die Datenplatte | Meist begrenzter Schaden, sofern das Laufwerk danach nicht mehr gestartet wird |
| Temperaturschwankungen, etwa vom kalten Auto in den warmen Raum | Kondenswasser auf der Plattenoberfläche, der Kopf verklebt | Beim Anlauf reißt die Beschichtung flächig auf |
| Verschleiß der Kopfaufhängung nach Jahren | Der Abstand zur Oberfläche wird ungleichmäßig | Zunehmende Lesefehler, dann plötzlicher Ausfall |
| Partikel im Laufwerk, etwa Abrieb aus dem Lager | Das Korn wird zwischen Kopf und Platte gezogen | Ringförmige Spur, oft über mehrere Oberflächen gleichzeitig |
| Weiterbetrieb nach dem ersten Aufsetzen | Abgetragenes Material verteilt sich im ganzen System | Aus einem lokalen Fehler wird ein Totalschaden |
Die letzte Zeile ist die wichtigste. Ein Headcrash bleibt in den ersten Sekunden oft auf wenige Spuren begrenzt. Jede weitere Umdrehung verteilt den Abrieb, und aus einem lesbaren Rest wird eine blanke Oberfläche.
Aufwand und Festpreis
Ein Headcrash gehört zu den aufwendigsten Fällen: Das Laufwerk wird im Reinraum geöffnet, die Kopfeinheit gegen eine baugleiche getauscht und die Oberfläche anschließend in mehreren Durchläufen gelesen. Wie viele Sektoren dabei zu holen sind, zeigt erst die Analyse.
Den Festpreis nennen wir danach, zusammen mit einer Einschätzung, welche Bereiche vermutlich nicht rekonstruierbar sind. Sie entscheiden erst dann. Details unter Preise und Festpreisangebot.
Folgen / Symptome
Beginnt dann bei erneuter Aktivierung die Festplattenelektronik den Schreib-Lesekopfarm zur Kalibrierung zu bewegen, gelingt dies meist nicht und es kommt zu unkontrollierten Bewegungen, die sich meist auch in Klickgeräuschen (Klackern / Klicken) oder in schwereren Fällen durch Kratzgeräusche äußern. Dies kann nämlich entstehen, wenn durch die unkoordinierte Kopfbewegung die abgetastete Oberfläche der Festplatte beschädigt wird. Die entstehenden Unebenheiten (Kratzer) erzeugen beim Überfahren des Schreiblesekopfes das zusätzliche Kratzgeräusch. In einigen Fällen treten neben dem Headcrash auch weitere Schäden (z.B. Lagerschäden) in Folge von mechanischer Beschädigung auf.
- Schreiblesekopfarm schlägt am Gehäuse an (Klackern, Klicken, untypische Geräusche)
- Festplatte kann nicht mehr erkannt werden (weder im BIOS noch unter Windows / MacOS / Linux)
- Selten: Einzelne Datenbereiche sind nicht mehr lesbar bzw. beschreibbar
Häufige Fragen & Antworten
Ja, in der Regel können Schreib-Leseköpfe ausgetauscht werden. Die Reparatur erfolgt jedoch nur zum Zweck der Datenrekonstruktion. Nach dem Austausch sind noch weitere Schritte und Anpassungen an der Festplatte erforderlich.
In 95% aller Fälle ja. Durch die schadhafte Veränderung der Schreibleseköpfe wird der Zugriff auf die Datenoberfläche verhindert. Es können keine Daten mehr gelesen werden. Häufig wird die Festplatte nicht mehr erkannt.
Jeder Head-Crash kann unterschiedliche Symptome aufweisen. Das Klackern und Klicken von Festplatten zählt zu den häufigsten Erscheinungen nach einem Schreib-Lesekopfschaden. Hörbeispiele von defekten Festplatten mit Headcrash finden Sie bei festplatten-geräusche.de
Je nach Modell und Art der Beschädigung sind variiert der Aufwand einer professionellen Datenwiederherstellung. Ausschlaggebend ist, ob neben defekten Schreib-Leseköpfen auch noch Beschädigungen an der Datenträgeroberfläche vorhanden sind. Dadurch kann der Aufwand signifikant höher sein.
Durch Einflüsse (oft mechanischer Art) kommt es zum ungewollten Aufsetzen von Schreib-Leseköpfen auf einer der rotierenden Scheiben innerhalb der Festplatte. Es kommt zum Verkleben der Köpfe mit der Oberfläche. Im Anschluss, oft direkt nach dem Aufschlagen, reißen Teile der Köpfe aus der Verankerung und werden wahllos auf der Festplatte verteilt bzw. mitgeschliffen. Manchmal kommt es auch vor, dass eine Festplatte nach dem Headcrash aufgrund der Fixierung zwischen Kopf und Oberfläche den Schreib-Lesekopfarm nicht mehr bewegen kann.
Nein. Jeder Startversuch dreht die beschädigte Oberfläche erneut unter dem Kopf hindurch und vergrößert den Abrieb. Software erreicht die Platte ohnehin nur über das Dateisystem, der Fehler liegt aber darunter. Das Gerät bleibt aus.
An gleichmäßigem Klicken oder an einem schleifenden Geräusch beim Anlauf, oft begleitet von einem Laufwerk, das kurz erkannt wird und wieder verschwindet. Ein System, das beim Zugriff einfriert, deutet in dieselbe Richtung.
Das hängt davon ab, wie lange das Laufwerk nach dem Aufsetzen noch lief und welche Oberflächen betroffen sind. Ist nur eine von mehreren Platten beschädigt, lässt sich der Rest meist vollständig lesen. Bereiche mit abgetragener Magnetschicht bleiben dagegen endgültig verloren.
Sie hilft, aber sie ist keine Garantie. Moderne Laufwerke fahren die Köpfe bei Stromausfall aus dem Datenbereich heraus. Ein harter Stoß kann sie trotzdem herausschlagen, und im laufenden Betrieb schützt sie ohnehin nicht.
Folgende Festplatten-Typen können einen Headcrash aufweisen
- SATA / IDE / SCSI / SAS Festplatte mit defekten Schreib-Leseköpfen
- Externe Festplatte mit Headcrash
- Notebook Festplatte (2,5 Zoll oder 1,8 Zoll)
- Desktop Festplatte (PC HDD mit 3,5 Zoll)
- Server Festplatte (diverse, meist Serial Attached SCSI)
Professionelle Datenwiederherstellung

Wir von RecoveryLab bieten Datenrettungen von Festplatten nach vielfältigen Schäden an. Eines der häufigsten Ursachen sind Headcrashs und deren Folgeschäden.
Das heißt, wir verfügen über eine Tausende an Praxisbeispielen, die zu unserem großen Erfahrungsschatz innerhalb der letzten über 20 Jahre beigetragen haben.
Dazu verfügen wir über eine moderne Ausstattung in unserem Reinraumlabor. Die von uns verwendeten Softwaretools werden weitestgehend selbst durch unsere Entwicklungsabteilung programmiert und fallspezifisch angepasst.

Chancen auf erfolgreiche Datenrettung
Jeder Schaden für sich muss im Zuge einer Datenrettung gesondert betrachtet und vor Datenextrahierung behoben werden. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, keine Folgeschäden durch Selbsthilfeversuche einer Datenwiederherstellung zu begünstigen.
Mit jedem nicht erfolgreichen Datenrettungsversuch verschlechtert sich der Zustand eines Datenträgers, was letztendlich neben der Verringerung der Rettungswahrscheinlichkeit auch die Kosten der Wiederherstellung in die Höhe treibt. Die durchschnittliche Chance einer erfolgreichen Wiederherstellung von Daten nach einem Headcrash sind nach unseren Erfahrungswerten bei über 95%.
Bei einer zusätzlich leicht beschädigten Magnetoberfläche liegen die durchschnittlichen Erfolgsaussichten bei ca. 97%. In jedem Fall ist eine professionelle Analyse des Schadens empfehlenswert. Wir erstellen auf der Basis unserer Analyse innerhalb kurzer Zeit ein Festpreisangebot zur vollständigen Wiederherstellung der verlorenen Daten. Bei einem unwahrscheinlichen Nichterfolg entstehen dem Kunden keine Kosten aus diesem Angebot.
Es gibt nur den einen Versuch!

Bei mechanischen Beschädigungen von Festplatten, vor allem im Bereich der Schreib-Leseköpfe, sowie der Datenträgeroberfläche ist es besonders wichtig, eine Datenwiederherstellung nur durch professionelle Datenretter durchführen zu lassen.
In vielen Fällen gibt es nur einen letzten Versuch, der die Rettung von lesbaren Daten ermöglicht. Oftmals werden die zunächst geringen mechanischen Beschädigungen erst im Zuge von verschiedensten Rettungsversuchen (mehr dazu in unseren FAQ) stark verschlechtert.
Achten Sie in jedem Fall vor einer Beauftragung einer Diagnose und Datenrettung darauf, dass der Datenretter wirklich über das notwendige Know-How zur Festplattendatenrettung verfügt. Dazu gehört ein entsprechendes Reinraumlabor sowie erforderliche Ersatzteile und die notwendige Erfahrung für jeden der erforderlichen Arbeitsschritte.
Festplatten-Oberflächenschäden

Eine Beschädigung der Datenträgeroberfläche einer Festplatte (auch Magnetoberfläche genannt) kann verschiedene Ursachen haben. In der Regel wird dies durch einen Schreiblesekopf-Defekt (Headcrash) verursacht.
Durch das nicht korrekte Aufliegen des Schreib-Lesekopfes wird die Oberflächenstruktur partiell geschädigt. Es kommt im Härtefall zur Spanbildung und zur vermehrten Beschädigung durch die neu entstandenen Fremdkörper.
In anderen Fällen kommt es durch das Eindringen von Staub-/ Schmutzpartikeln in einer besonders belasteten Umgebung (z.B. bei metallverarbeitenden Maschinen / auf Baustellen) zur Beschädigung der Datenträgeroberfläche. Die meisten Datenträger sind gegen das Eindringen von Staub in normalen Umgebungen abgesichert. Übersteigt die Verunreinigung einen gewissen Grad, kann es zu derartigen Beschädigungen einer Festplatte kommen.
Auch durch das Einwirken von hohen Temperaturen (Feuer) oder durch das Eindringen von Flüssigkeiten (z.B. Salzwasser) kann es zur Deformation der Festplattenoberfläche kommen.
Der Erfolg einer Datenrettung ist immer vom Niveau der Beschädigung abhängig. Datenträger mit leichten partiellen Oberflächenschäden lassen sich mittels spezieller Labortechnik von spezialisierten Datenrettungsingenieuren in den meisten Fällen wiederherstellen. Bei schwerwiegenden Beschädigungen ist von einem hohen Aufwand auszugehen. Aber auch ist die Wiederherstellung der Daten in vielen Fällen möglich.





