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Datenrettungen innerhalb von Software-defined Storage-Umgebungen (SDS)

Was sind Software-defined Storages und welche Vorteile bieten sie?

Im Software-definierten Datacenter (SDDC) werden Datenspeicher als zentrale Speicher-Pools eingerichtet und komplett per Software verwaltet. Auf den Pools werden wiederum virtuelle Maschinen bzw. Festplatten abgelegt. Die softwareseitige Verwaltung virtueller Rechen-, Netzwerk- sowie Speicherressourcen bietet zahlreiche Vorteile.

SDS-Lösungen laufen unabhängig von der Hardware bzw. dem Hersteller. Sie bieten Unternehmen damit eine flexible, effiziente und kostengünstige Möglichkeit der Datenspeicherung. Die Storage-Umgebungen sind auf die speziellen Anforderungen einer Anwendung abgestimmt und lassen sich bei Bedarf anpassen.

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Die Administratoren haben stets die Kontrolle darüber, welche Anwendung welches Storage-System nutzt und wie hoch die dafür anfallenden Kosten sind. Da es sich um ein dynamisches Modell handelt, sind schnelle Änderungen der Speicher-Infrastruktur problemlos möglich. Ressourcen lassen sich flexibel und individuell dort hinzufügen und bereitstellen, wo sie aktuell benötigt werden. Insgesamt kann die IT-Abteilung eines Unternehmens durch den Einsatz von Software-definierten Speicherlösungen schneller reagieren und autonomer agieren.

Lars Müller | Technischer Leiter
Datenrettungen innerhalb von Software-defined Storage-Umgebungen (SDS)
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Datenverlust in SDS-Systemen erfordert häufig die Hilfe von Experten

SDS-Umgebungen erleichtern zwar das Speichermanagement und ermöglichen eine effizientere Nutzung vorhandener Hardware. Jedoch erschweren sie im Fall eines Datenverlusts deren Wiederherstellung. Und unfehlbar sind solche Storage-Systeme auf keinen Fall. Neben Hardware-Defekten und Konfigurationsfehlern kann die versehentliche Löschung von Snapshots oder virtuellen Laufwerken zu einem Datencrash führen. Liegt kein aktuelles Backup vor oder hat das Unternehmen womöglich gar keine Sicherungskopie erstellt, können nur noch Datenrettungsexperten helfen. Aufgrund der Virtualisierung sind die Daten nicht auf den jeweiligen Speichermedien lokalisiert. Ein einfaches Auslesen ist somit nicht möglich.

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Datenrettung innerhalb von Storage-Lösungen als Herausforderung

Doch warum ist die Datenrekonstruktion innerhalb von Software-defined Storage-Umgebungen derart anspruchsvoll? Das hat mehrere Gründe. Zum einen sind die Daten komplett in die entsprechende Speichereinheit integriert. Der Zugriff auf die Sektor-Ebene der Datenträger gestaltet sich dadurch schwierig. Darüber hinaus können Vorkonfigurationen des Systems die Datenwiederherstellung erschweren. Das ist vor allem der Fall, wenn HDDs, SSDs und Flash-Medien gemeinsam zum Einsatz kommen. Auch fehlende Informationen über die Systemkonfiguration stellen Datenretter vor Herausforderungen.

Neben Open-Source-Lösungen bieten namhafte Hersteller wie z. B. Microsoft, HP, Dell oder VMware käufliche Produkte an. Dabei verwendet allerdings jeder Anbieter eine eigene, proprietäre Methode zur Speicherung der Daten im Software-defined Storage. Die Technologien sind meist nicht dokumentiert. Diese Tatsache und unbekannte Speicher-Designs erhöhen den Aufwand der Datenrettung massiv, weil maßgeschneiderte Lösungen zur Rekonstruktion erforderlich werden. Dafür muss zunächst der vorliegende Defekt genau untersucht und die Schadensursache festgestellt werden. Anschließend ist eine Analyse des spezifischen Storage-Designs notwendig, um dieses dechiffrieren zu können. Erst wenn das geschehen ist, können die Dateisysteme rekonstruiert sowie erfolgversprechende Strategien zur Wiederherstellung entwickelt werden. Solche Leistungen können in der Regel nur professionelle Datenrettungsunternehmen erbringen, die über eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung verfügen.

Hohe Flexibilität der Systeme erschwert Wiederherstellung der Daten

Folgendes Praxisbeispiel verdeutlicht die Tücken der Virtualisierung und die damit verbundene Komplexität von Datenrettungen im Software-defined Datacenter: Häufig sind mehrere Festplatten in einem RAID-Verbund integriert und über eine SDS-Lösung zu einem Pool zusammengefasst. Fallen einzelne Platten aus, werden diese ausgetauscht und im Anschluss daran das RAID-Array neu aufgebaut. Wird ein Verbund durch das Rebuild neu organisiert, kann es passieren, dass er nicht korrekt konfiguriert und somit inkonsistent wird. Mehrere fehlerhafte Schreibzugriffe im Rahmen von erfolglosen Rebuild-Versuchen können schwerwiegende logische Defekte hervorrufen. Das System wird beispielsweise überschrieben und die virtuellen Festplatten beschädigt.

Durch die Virtualisierung lassen sich zwar sehr große Datenmengen flexibel speichern. Allerdings entstehen so auch äußerst komplexe Datenstrukturen, die auf verschiedenen Speicherebenen abgelegt werden. Im Falle einer Beschädigung des SDS-Systems müssen Datenretter oft hunderttausende Speicherfragmente, die sich auf unterschiedlichen virtuellen Ebenen befinden, wieder zusammensetzen. Erst dann ist eine Nachbildung des kompletten Storage-Pools möglich, bevor die interne Struktur der defekten Datenträger und das Dateisystem wiederhergestellt werden können. In einem letzten Schritt erfolgt schließlich die Rettung der Daten. Das erklärt den immensen Aufwand des Verfahrens.

Umfangreiches Know-how auf dem Gebiet der Datenrekonstruktion

Als professioneller Datenretter bieten wir u. a. Datenwiederherstellungen innerhalb von Software-defined Storage-Lösungen an. Unsere langjährige Erfahrung, hochqualifizierte Mitarbeiter und eine unternehmenseigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung machen es möglich. Wir verfügen zudem über ein Reinraumlabor, modernste Technologien und ein mit über 100.000 Teilen ausgestattetes Ersatzteillager. Seit 1991 retten wir da, wo andere aufgeben.

Datenrettung von allen physikalischen Speichermedien im SDS

Autor: Stefan Berger
Stefan Berger ist seit Ende der 90er Jahre in der IT-Branche zugegen. Seine Spezialgebiete sind IT-Sicherheit, Datenrettung und IT-Forensik im Zusammenhang mit Datenwiederherstellung. Für RecoveryLab.de schreibt er als Experte Fachartikel und Serviceartikel, um Betroffenen von Datenverlust ein sinnvolles und umfangreiches Hilfsangebot zur Wiederherstellung von Daten zu ermöglichen.

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