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Saarland: Ablauf einer Datenrettung

Der Ablauf ist im Saarland derselbe wie überall - nur der Weg zu uns unterscheidet sich. Sie schildern uns das Schadensbild, wir holen den Datenträger ab, analysieren ihn im Labor und melden uns mit einem Festpreis-Angebot zurück. Erst danach entscheiden Sie.

Transparenter Ablauf

Ablauf einer Datenrettung und Ermittlung des Aufwandes zur Datenwiederherstellung
24h erreichbar
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Sie können uns 24h am Tag erreichen!
Abholung & Analyse
Abholung & Analyse
Speichermedium wird abgeholt und analysiert.
Fixpreis-Angebot
Fixpreis-Angebot für Datenrettung durch RecoveryLab
Sie erhalten ein Fixpreis Angebot von uns.
Datenrettung
Datenrettung
Wir stellen Ihre Daten wieder her.
Daten-Lieferung
Daten-Lieferung
Sie erhalten Ihre wiederhergestellten Daten.

Fertigung und Konstruktion: was hier besonders zählt

Woran wir im Saarland am häufigsten arbeiten.

Ein spürbarer Teil unserer saarländischen Aufträge kommt aus Fertigung, Zulieferbetrieben und Konstruktionsbüros. Betroffen sind dann selten einzelne Dokumente, sondern Konstruktionsdaten, Fertigungsaufträge und Maschinendaten - Bestände, die über Jahre gewachsen sind und sich nicht kurzfristig rekonstruieren lassen.

Typisch sind Ausfälle an Arbeitsplatzrechnern mit lokal abgelegten CAD-Ständen, an Steuerungsrechnern älterer Anlagen und an NAS-Systemen, auf denen Projektordner zentral liegen. Weil solche Systeme oft weiterlaufen müssen, arbeiten wir hier bevorzugt mit einer Sektorkopie: Das Original bleibt unverändert, die Rekonstruktion läuft auf dem Abbild.

Häufige Fälle

  • Konstruktions- und CAD-Daten von Arbeitsplatzrechnern und Netzlaufwerken
  • Fertigungs- und Auftragsdaten aus Warenwirtschaft und ERP
  • Steuerungsrechner älterer Anlagen mit IDE- oder SATA-Platten
  • Projektablagen auf NAS- und RAID-Systemen
  • Buchhaltung und Archive von Server- und Backup-Laufwerken

Datenträger, die wir retten

Sehr gut
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Erste Hilfe bei Datenverlust

Was Sie in den ersten Minuten tun, entscheidet oft darüber, wie aufwendig die Rettung wird. Diese fünf Punkte gelten unabhängig vom Speichermedium:

  1. Gerät sofort ausschalten: Jeder weitere Startversuch kann den Schaden vergrößern.
  2. Nicht selbst öffnen: Schon wenige Staubpartikel zerstören die Magnetschicht einer Festplatte.
  3. Keine Rettungssoftware einsetzen: Bei mechanischen Defekten verschlimmert der Schreibzugriff den Schaden.
  4. Nichts auf den Datenträger schreiben: Gelöschte Dateien bleiben nur so lange rekonstruierbar, bis sie überschrieben werden.
  5. Fachbetrieb kontaktieren: Schildern Sie uns das Schadensbild, wir sagen Ihnen, was sinnvoll ist.

Woran Sie den Schaden erkennen

Ob ein Defekt mechanisch oder logisch ist, entscheidet über das Vorgehen - und darüber, wie dringend das Gerät ausgeschaltet werden muss. Diese Unterscheidung können Sie meist schon am Verhalten des Datenträgers treffen:

Mechanisch: sofort ausschalten

  • Klackern, Schleifen oder rhythmische Geräusche
  • Das Laufwerk läuft an und stoppt sofort wieder
  • Das System erkennt den Datenträger gar nicht mehr
  • Nach Sturz, Stoß, Wasser- oder Überspannungsschaden
  • Ungewöhnliche Wärmeentwicklung im Betrieb

Logisch: Zugriff einstellen

  • Aufforderung, den Datenträger zu formatieren
  • Ordner sind sichtbar, Dateien lassen sich nicht öffnen
  • Partition wird als RAW oder unformatiert angezeigt
  • Dateien wurden gelöscht oder überschrieben
  • RAID meldet degraded oder einen fehlgeschlagenen Rebuild

In beiden Fällen gilt: Je früher der Zugriff endet, desto günstiger die Ausgangslage. Mehr dazu unter Festplatte wird nicht erkannt und gelöschte Dateien wiederherstellen.

Was eine Datenrettung kostet

Der Preis hängt vom Speichermedium und vom Schadensbild ab, nicht vom Ort. Nach der Analyse erhalten Sie ein verbindliches Festpreis-Angebot; erst wenn Sie zustimmen, beginnt die Rettung. Zur Orientierung einige abgeschlossene Aufträge:

  • Festplatte 2 TB, Headcrash nach Sturz, Kopfsatztausch im Reinraum: ab 780 €
  • SSD 500 GB, Controller-Defekt, Auslesen der NAND-Chips: ab 720 €
  • NAS mit 4 Laufwerken, Ausfall nach Überspannung: ab 1.450 €
  • USB-Stick, abgebrochener Stecker, Direktauslesung: ab 480 €
  • Speicherkarte, nicht erkannt, Auslesen über Testpunkte: ab 390 €

Alle Preise im Einzelnen stehen unter Kosten der Datenrettung. Ein erstes Gespräch am Telefon ist für Sie kostenfrei.

Kennen Sie schon unsere Datengarantie?

Eine Datenrettung gilt bei uns erst dann als erfolgreich, wenn mindestens 95 % Ihrer Daten wiederhergestellt sind - in der Regel sind es 100 %. Das halten wir vertraglich fest. Erreichen wir diese Schwelle nicht, entstehen Ihnen für die Wiederherstellung keine Kosten.

Der Grund, warum diese Zusage selten ist: Gerade die letzten fünf bis zehn Prozent sind bei komplizierten Schäden der mit Abstand aufwendigste Teil der Arbeit. Genau dort investieren wir die Zeit, statt ein Teilergebnis abzurechnen. Uns ist kein weiterer Anbieter bekannt, der sich in dieser Form festlegt.

Für Unternehmen im Saarland

Für Unternehmen im Saarland zählt neben dem Ergebnis vor allem die Nachvollziehbarkeit. Ein fester Ansprechpartner begleitet den Auftrag von der Annahme bis zur Rückgabe und beantwortet Rückfragen unmittelbar, statt sie weiterzureichen.

  • Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und Verschwiegenheitserklärung auf Wunsch vorab
  • Bearbeitung ausschließlich im eigenen Haus, keine Weitergabe an Dritte
  • Express rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen
  • Dokumentierter Ablauf von der Analyse bis zur Rückgabe der Daten
  • Rechnung auf das Unternehmen, Zahlung nach Lieferung möglich

Fällt ein System im laufenden Betrieb aus, arbeiten wir ausschließlich an Sektorkopien. Das Original bleibt dabei unberührt. Für RAID-Verbünde und Serversysteme zählt das doppelt, denn ein fehlgeschlagener Rebuild ist auf der Kopie noch korrigierbar.

Flash-Speicher: warum der Controller über das Ergebnis entscheidet

Auf einer Festplatte liegen die Daten geordnet auf Magnetscheiben. Bei SSDs, USB-Sticks und Speicherkarten verteilt ein Controller sie über viele NAND-Chips, oft verwürfelt und verschlüsselt und ständig umsortiert, damit die Zellen gleichmäßig altern. Fällt dieser Controller aus, sind die Speicherchips häufig unbeschädigt, nur die Zuordnung der Daten ist nicht mehr lesbar.

Wir lesen die Chips in solchen Fällen direkt aus und rekonstruieren anschließend die Übersetzungstabelle des Controllers. Dieser Schritt entscheidet über das Ergebnis und fällt bei jedem Hersteller und jeder Firmware anders aus. Ein Rettungsprogramm auf dem eigenen Rechner kommt an diese Ebene nicht heran, es sieht nur das, was die defekte Elektronik noch herausgibt.

  • Nicht wiederholt einstecken: Jeder Anlaufversuch belastet eine bereits geschwächte Elektronik zusätzlich.
  • Abgebrochener USB-Stecker: kein Totalschaden, der Speicher lässt sich in der Regel direkt auslesen.
  • Karte erscheint mit 0 Byte: meist ein Controller- oder Kontaktproblem und nicht der Verlust der Daten.
  • SSD im Notebook: Solange das Gerät läuft, räumt die interne Speicherverwaltung weiter auf. Ausschalten verschafft Zeit.

Zurück im Betrieb: Lieferung kontrollieren und die Sicherung neu aufstellen

Die geretteten Daten liefern wir auf einem Datenträger aus, den wir stellen oder den Sie uns mitschicken, auf Wunsch verschlüsselt und mit getrennt übermitteltem Kennwort. Die Ordnerstruktur geben wir so zurück, wie sie sich rekonstruieren ließ. Wo Dateinamen durch den Schaden verloren gegangen sind, sortieren wir nach Dateityp, damit Sie die Bestände zuordnen können.

Prüfen Sie die Lieferung, bevor Sie den Auftrag abschließen: Stichproben aus jedem wichtigen Ordner öffnen, große Dateien wie Datenbanken, Archive oder Schnittprojekte gezielt kontrollieren und die Dateizahl mit Ihrer Erwartung vergleichen. Fehlt etwas, sagen Sie es uns, solange die Arbeitskopien bei uns noch vorhanden sind.

  • Die zweite Sicherung gehört auf eine andere Art von Medium und an einen anderen Ort als die erste.
  • Sicherungen regelmäßig zurückspielen, nicht nur anlegen. Ein nie geprüftes Backup ist eine Vermutung.
  • Ein gespiegeltes NAS ersetzt keine Sicherung, es schützt nur gegen den Ausfall einzelner Laufwerke.
  • Synchronisierte Cloud-Ordner übernehmen auch Löschungen. Halten Sie eine Version außerhalb der Synchronisation vor.
  • Den gelieferten Datenträger nicht als einzige Kopie behalten, sondern die Daten zuerst in Ihre laufende Sicherung übernehmen.

Formatiert, RAW oder plötzlich leer: was Software kann und was nicht

Ein formatierter Datenträger ist selten wirklich leer. Beim Schnellformatieren wird nur die Verwaltung neu angelegt, die Nutzdaten bleiben zunächst an Ort und Stelle. Ähnlich sieht es aus, wenn das System plötzlich zum Formatieren auffordert oder eine Partition als RAW anzeigt: Beschädigt ist meist die Struktur des Dateisystems, nicht der Inhalt.

Kritisch wird es durch das, was danach geschieht. Wiederherstellungsprogramme legen ihre Funde und Protokolle gern auf demselben Laufwerk ab oder versuchen, das Dateisystem zu reparieren, und überschreiben dabei genau die Bereiche, aus denen sich die Struktur noch hätte rekonstruieren lassen. Steckt ein mechanischer Defekt dahinter, schädigt der stundenlange Dauerzugriff die Oberfläche zusätzlich.

  • Nie auf den betroffenen Datenträger zurückschreiben, Ziel ist immer ein zweites Medium.
  • Reparaturfunktionen wie chkdsk oder fsck nicht auf ein wichtiges, beschädigtes Dateisystem loslassen.
  • Wenn Software, dann ausschließlich lesend und auf einem Abbild, niemals auf dem Datenträger selbst.
  • Bei Klackern, Schleifen oder Anlaufproblemen hilft kein Programm, denn dort ist der Zugriff selbst das Problem.

Häufige Fragen zur Datenrettung im Saarland

Behalten Sie das defekte Original, oder kommt es zusammen mit den Daten zu mir zurück?

Das Original bleibt Ihr Eigentum und geht nach Abschluss zusammen mit den geretteten Daten versichert ins Saarland zurück. Wer ohnehin in Leipzig zu tun hat, kann es in unserer Zentrale persönlich abholen. Auf Wunsch verwahren wir es, bis Sie die Daten geprüft haben, oder lassen es nachweislich vernichten. Die Sektorkopien und alle Arbeitsdateien auf unseren Systemen löschen wir, sobald Sie uns die Vollständigkeit bestätigt haben.

Die externe Platte ist heruntergefallen oder stand im Wasser - lohnt sich eine Rettung dann noch?

Meistens ja. Nach einem Sturz sind in der Regel Schreib-Lese-Köpfe oder Lager beschädigt; die betroffenen Bauteile tauschen wir im Reinraum und lesen die Platte anschließend Sektor für Sektor aus. Nach Wasser- oder Überspannungsschaden gilt vor allem: nicht wieder einschalten und nicht mit Föhn oder Heizung trocknen, weil sich Korrosion und Rückstände auf der Platine sonst weiter ausbreiten. Verpacken Sie den Datenträger so, wie er ist, und schildern Sie uns den Hergang.

Der Ausfall passiert Freitagabend. Bleibt der Fall dann bis Montag liegen?

Nein, das muss er nicht. Für dringende Fälle gibt es den 24h-Express, der auch an Wochenenden und Feiertagen läuft. Melden Sie sich telefonisch, dann stoßen wir die Abholung im Saarland so früh wie möglich an; wenn es noch schneller gehen muss, kann ein Bote den Datenträger direkt nach Leipzig bringen. Die Analyse beginnt unmittelbar nach Eingang, und Sie erfahren den Stand, statt bis Montag zu warten.

Muss ich Ihnen sagen, was vor der Einsendung am Gerät gemacht wurde?

Ja, und zwar möglichst genau. Vorversuche schließen eine Rettung nicht aus, sie verändern aber die Ausgangslage: ein geöffnetes Gehäuse, eine getauschte Platine, ein gestarteter Rebuild oder ein Durchlauf mit Rettungssoftware machen einen Unterschied für unser Vorgehen. In der Analyse prüfen wir zuerst, welcher Zustand überhaupt noch vorliegt, und sagen Ihnen dann ehrlich, was zu erwarten ist. Schwierig wird es vor allem, wenn bereits überschrieben oder mechanisch weiter beschädigt wurde.

Wie rechnen Sie mit Geschäftskunden ab, und was ist dabei schriftlich festgehalten?

Sie bekommen eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer, auf Wunsch ausgestellt auf Ihr Unternehmen im Saarland. Dazu gehört eine Dokumentation des Auftrags: festgestelltes Schadensbild, durchgeführte Arbeiten und Ergebnis der Wiederherstellung. Benötigt Ihr Versicherer weitere Angaben zum Hergang oder zum betroffenen Gerät, ergänzen wir sie schriftlich. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO legen wir auf Anfrage schon vor Auftragsbeginn bei.

Ein Ordner wurde versehentlich gelöscht - was sollte ich sofort tun?

Den Datenträger nicht weiter benutzen. Der freigegebene Speicherplatz ist zunächst nur zur Wiederverwendung markiert; sobald etwas darüber geschrieben wird, ist der Inhalt endgültig weg. Jeder Neustart, jede Installation und jedes Speichern kostet Chancen. Beim Notebook heißt das: herunterfahren. Bei einer Netzwerkfreigabe: Zugriff für alle Nutzer beenden und prüfen, ob ein Snapshot oder eine Schattenkopie vorhanden ist. Auf SSDs arbeitet TRIM im laufenden Betrieb weiter und gibt Blöcke endgültig frei, hier zählt jede Stunde.

Lars Müller | Technischer Leiter
Datenrettung Saarland
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Autor: Lars Müller
Lars Müller ist seit über 30 Jahren in der IT- und Datenrettungsbranche tätig. Als Technischer Leiter bei RecoveryLab Datenrettung gehören Datenwiederherstellung, Reverse-Engineering, Hardware-Technologien und Teamleitung zu seinen Kernkompetenzen. Für RecoveryLab.de verfasst er praxisnahe Fachbeiträge, um Betroffenen bei Datenverlust effektive Lösungen und Hilfestellungen zu bieten.
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