Brandenburg: Ablauf einer Datenrettung
Der Ablauf ist in Brandenburg derselbe wie überall - nur der Weg zu uns unterscheidet sich. Sie schildern uns das Schadensbild, wir holen den Datenträger ab, analysieren ihn im Labor und melden uns mit einem Festpreis-Angebot zurück. Erst danach entscheiden Sie.
Transparenter Ablauf
Wenn der Weg zum Fachbetrieb weit ist
Viele Brandenburger Aufträge haben eine Gemeinsamkeit: Der nächste Fachbetrieb ist nicht um die Ecke. Das führt in der Praxis dazu, dass zuerst selbst probiert wird - mit Rettungssoftware, wiederholten Startversuchen oder dem Tausch einer RAID-Platte. Genau diese Versuche verschlechtern die Ausgangslage oft stärker als der ursprüngliche Defekt.
Deshalb ist unser erster Rat immer derselbe: Gerät ausschalten, nichts installieren, kurz anrufen. Den Transport übernehmen wir. Die Abholung ist landesweit kostenfrei, und Sie erhalten nach der Analyse ein Angebot, bevor irgendetwas berechnet wird.
Häufige Fälle
- Betriebsdaten aus NAS- und RAID-Systemen kleiner Unternehmen
- Agrar- und Logistikdaten aus Warenwirtschaft und Betriebssoftware
- Praxis- und Kanzleidaten mit besonderen Vertraulichkeitsanforderungen
- Private Archive von externen Festplatten und USB-Sticks
- Foto- und Videomaterial von Speicherkarten
Datenträger, die wir retten
- Datenrettung von Festplatten aller Hersteller
- SSDs und M.2-/NVMe-Laufwerke
- RAID-Verbünde und NAS-Systeme
- Serverfestplatten und virtuelle Maschinen
- USB-Sticks und Speicherkarten
Erste Hilfe bei Datenverlust
Was Sie in den ersten Minuten tun, entscheidet oft darüber, wie aufwendig die Rettung wird. Diese fünf Punkte gelten unabhängig vom Speichermedium:
- Gerät sofort ausschalten: Jeder weitere Startversuch kann den Schaden vergrößern.
- Nicht selbst öffnen: Schon wenige Staubpartikel zerstören die Magnetschicht einer Festplatte.
- Keine Rettungssoftware einsetzen: Bei mechanischen Defekten verschlimmert der Schreibzugriff den Schaden.
- Nichts auf den Datenträger schreiben: Gelöschte Dateien bleiben nur so lange rekonstruierbar, bis sie überschrieben werden.
- Fachbetrieb kontaktieren: Schildern Sie uns das Schadensbild, wir sagen Ihnen, was sinnvoll ist.
Woran Sie den Schaden erkennen
Ob ein Defekt mechanisch oder logisch ist, entscheidet über das Vorgehen - und darüber, wie dringend das Gerät ausgeschaltet werden muss. Diese Unterscheidung können Sie meist schon am Verhalten des Datenträgers treffen:
Mechanisch: sofort ausschalten
- Klackern, Schleifen oder rhythmische Geräusche
- Das Laufwerk läuft an und stoppt sofort wieder
- Das System erkennt den Datenträger gar nicht mehr
- Nach Sturz, Stoß, Wasser- oder Überspannungsschaden
- Ungewöhnliche Wärmeentwicklung im Betrieb
Logisch: Zugriff einstellen
- Aufforderung, den Datenträger zu formatieren
- Ordner sind sichtbar, Dateien lassen sich nicht öffnen
- Partition wird als RAW oder unformatiert angezeigt
- Dateien wurden gelöscht oder überschrieben
- RAID meldet degraded oder einen fehlgeschlagenen Rebuild
In beiden Fällen gilt: Je früher der Zugriff endet, desto günstiger die Ausgangslage. Mehr dazu unter Festplatte wird nicht erkannt und gelöschte Dateien wiederherstellen.
Was eine Datenrettung kostet
Der Preis hängt vom Speichermedium und vom Schadensbild ab, nicht vom Ort. Nach der Analyse erhalten Sie ein verbindliches Festpreis-Angebot; erst wenn Sie zustimmen, beginnt die Rettung. Zur Orientierung einige abgeschlossene Aufträge:
- Festplatte 2 TB, Headcrash nach Sturz, Kopfsatztausch im Reinraum: ab 780 €
- SSD 500 GB, Controller-Defekt, Auslesen der NAND-Chips: ab 720 €
- NAS mit 4 Laufwerken, Ausfall nach Überspannung: ab 1.450 €
- USB-Stick, abgebrochener Stecker, Direktauslesung: ab 480 €
- Speicherkarte, nicht erkannt, Auslesen über Testpunkte: ab 390 €
Die Preisspannen je Speichermedium stehen unter Kosten der Datenrettung. Eine erste Einschätzung am Telefon ist kostenfrei.
Kennen Sie schon unsere Datengarantie?
Eine Datenrettung gilt bei uns erst dann als erfolgreich, wenn mindestens 95 % Ihrer Daten wiederhergestellt sind - in der Regel sind es 100 %. Das halten wir vertraglich fest. Erreichen wir diese Schwelle nicht, entstehen Ihnen für die Wiederherstellung keine Kosten.
Der Grund, warum diese Zusage selten ist: Gerade die letzten fünf bis zehn Prozent sind bei komplizierten Schäden der mit Abstand aufwendigste Teil der Arbeit. Genau dort investieren wir die Zeit, statt ein Teilergebnis abzurechnen. Uns ist kein weiterer Anbieter bekannt, der sich in dieser Form festlegt.
Für Unternehmen in Brandenburg
Wer in Brandenburg geschäftlich betroffen ist, braucht neben dem Ergebnis vor allem Verlässlichkeit im Ablauf. Sie erhalten von Beginn an einen festen Ansprechpartner, der den Bearbeitungsstand kennt und Rückfragen direkt beantwortet, ohne Ticketsystem und ohne Weiterreichen.
- Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und Verschwiegenheitserklärung auf Wunsch vorab
- Bearbeitung ausschließlich im eigenen Haus, keine Weitergabe an Dritte
- Express rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen
- Dokumentierter Ablauf von der Analyse bis zur Rückgabe der Daten
- Rechnung auf das Unternehmen, Zahlung nach Lieferung möglich
Ausgefallene Systeme aus dem laufenden Betrieb bearbeiten wir immer über eine Sektorkopie. Das Original bleibt unverändert. Bei RAID-Verbünden und Serversystemen ist das entscheidend, weil sich ein fehlgeschlagener Rebuild dann nachträglich noch korrigieren lässt.
Rücklieferung der geretteten Daten
Gerettete Daten liefern wir auf einem Zieldatenträger aus. Sie können dafür ein eigenes Laufwerk verwenden und es mit der Auftragsnummer beschriftet mitschicken, entweder gleich zur Analyse oder später. Der Rückversand läuft national per DHL oder UPS mit einer Laufzeit von etwa ein bis zwei Werktagen.
- Zieldatenträger: Ihr eigenes Laufwerk oder eines von uns, in beiden Fällen mit der Auftragsnummer gekennzeichnet.
- Struktur: Verzeichnisse und Dateinamen geben wir so zurück, wie sie sich rekonstruieren lassen. Sind die Verwaltungsdaten zerstört, werden die Dateien nach Typ sortiert abgelegt.
- Defektes Original: Sagen Sie vorab Bescheid, wenn Sie das ausgefallene Laufwerk mit der Lieferung zurückhaben möchten.
- Verschlüsselte Übergabe oder Löschung der Arbeitskopien: vorher mit Ihrem Ansprechpartner festlegen, nicht erst nach der Rücklieferung.
- Prüfung: Öffnen Sie nach Erhalt Dateien aus mehreren Ordnern und melden Sie sich, solange der Auftrag noch läuft.
Womit sich die Bearbeitungsdauer erklärt
Für die Analyse mit Kostenvoranschlag rechnen wir mit etwa drei bis fünf Werktagen ab Eingang. Danach steht der Festpreis fest und Sie entscheiden, ob wir weiterarbeiten. Wie lange die Wiederherstellung selbst braucht, hängt am Schadensbild, nicht am Absendeort.
- Zustand der Oberflächen: Stark beschädigte Platten werden langsamer und in mehreren Durchläufen ausgelesen.
- Kapazität: Mehrere Terabyte brauchen allein für die Sektorkopie ein Vielfaches der Zeit eines USB-Sticks.
- Ersatzteile: Für einen Kopfsatztausch muss ein baugleiches Spenderlaufwerk vorliegen.
- Anzahl der Laufwerke: Im Verbund wird jedes Medium einzeln kopiert, bevor die Rekonstruktion überhaupt beginnt.
- Verschlüsselung: BitLocker, FileVault oder ein Controller mit eigener Verschlüsselung verlängern die Auswertung.
Wenn es eilt: Express bei stehendem Betrieb
Wenn Warenwirtschaft, Buchhaltung oder Produktionsdaten hängen, entscheidet die Vorarbeit über die Dauer. Für zeitkritische Aufträge gibt es den 24h-Express: Der Fall wird vorgezogen und ohne Wartezeit bearbeitet. Melden Sie ihn telefonisch an, dann läuft die Abholung an, während die Technik bereits weiß, was ankommt. Bei ausgefallenen Verbünden hängt die RAID-Datenrettung vor allem davon ab, wie sauber der Ausgangszustand dokumentiert ist.
- Was zuerst gebraucht wird: Nennen Sie die Verzeichnisse, Postfächer oder Datenbanken mit Priorität.
- Was bereits versucht wurde: Rebuild, Plattentausch, Reparaturtools, Neustarts.
- Wie der Verbund aufgebaut war: RAID-Level, Controller, Einbaureihenfolge der Laufwerke.
- Wohin die Daten zurücksollen: Zieldatenträger und Ansprechpartner im Haus.
- Wer freigeben darf: eine Person, die das Festpreis-Angebot kurzfristig entscheiden kann.
Häufige Fragen zur Datenrettung in Brandenburg
Beides funktioniert. Bequemer ist der Kurierweg: Sie schildern den Fall telefonisch, die Abholung an Ihrer Adresse beauftragen wir, deutschlandweit ohne Zusatzkosten. Wer lieber selbst versendet, packt den Datenträger antistatisch und gut gepolstert, legt das ausgefüllte Analyseformular bei und schickt ihn versichert. Lose im Umschlag oder ohne Polsterung geht regelmäßig schief. Eine persönliche Übergabe ist nach vorheriger Absprache in unserer Leipziger Zentrale möglich.
Sofort ausschalten und nicht wieder anschließen. Klackern oder Schleifen deutet auf defekte Schreib-Leseköpfe hin, die bei jedem weiteren Anlauf Spuren zerstören, auf denen noch Daten liegen. Geöffnet wird ein solches Laufwerk ausschließlich unter Reinraumbedingungen: Wir tauschen den Kopfsatz und lesen die Oberflächen danach Sektor für Sektor aus. Das ist der Regelfall in der Festplatten-Datenrettung. Bis der Kurier in Brandenburg abholt, bleibt das Gerät stromlos liegen.
Ja, grundlegend anders. Eine SSD hat keine beweglichen Teile, dafür einen Controller, der die Daten über viele Speicherzellen verteilt und häufig verschlüsselt ablegt. Fällt er aus, hilft kein Bauteiltausch am Laufwerk, sondern nur das Auslesen der Speicherchips und die Rekonstruktion der Zuordnung. Dazu kommt: Eine SSD räumt gelöschte Bereiche im laufenden Betrieb selbst auf. Nehmen Sie das Gerät deshalb sofort vom Strom. Für Speicherkarten gilt dasselbe Prinzip wie bei der SSD-Datenrettung.
Meistens nicht. Eine Schnellformatierung legt neue Verwaltungsstrukturen an, die eigentlichen Dateiinhalte bleiben zunächst stehen. Entscheidend ist, dass ab jetzt nichts mehr geschrieben wird: kein Neuinstallieren, kein Prüfprogramm, kein Wiederherstellungstool, das seine Funde auf demselben Laufwerk ablegt. Wir arbeiten auf einer Sektorkopie und rekonstruieren daraus Partition und Verzeichnisbaum. Wie ein beschädigtes Dateisystem behandelt wird, hängt davon ab, ob NTFS, APFS, ext oder ein NAS-Dateisystem vorliegt.
Ja. Für genau diese Situation gibt es die Zweitanalyse durch unsere Labortechniker, wenn bereits die Analyse eines anderen Datenretters vorliegt. Sie erhalten einen Untersuchungsbericht mit Festpreis-Angebot, die Bearbeitungszeit liegt bei etwa drei bis fünf Werktagen. Schildern Sie dabei möglichst genau, was vorher passiert ist: geöffnetes Gehäuse, getauschte Platine, gestarteter Rebuild. Diese Vorgeschichte spart Arbeitsschritte und verhindert, dass ein Fehler ein zweites Mal gemacht wird.
Keinen Rebuild starten, keine Reparaturfunktion der Datenbank laufen lassen und die Laufwerke so beschriften, wie sie im Gehäuse steckten. Jedes Medium wird bei uns zuerst einzeln gespiegelt; aus diesen Kopien setzen wir den Verbund nach und prüfen erst dann die Nutzdaten selbst: Postfächer, Datenbankdateien, virtuelle Maschinen. Halten Sie RAID-Level, Controllertyp und den letzten funktionierenden Stand bereit. Für Serversysteme in Brandenburg organisieren wir eine Express-Abholung, damit die Hardware schnell bei uns ist.
- Eigenes Reinraumlabor & Ersatzteillager
- 95% Datenrettungsgarantie
- Qualitätssicherung nach ISO 9001:2015
- Diskretion & Datenschutz nach DSGVO
- Persönlicher Ansprechpartner


