Bayern: Ablauf einer Datenrettung
Der Ablauf ist in Bayern derselbe wie überall - nur der Weg zu uns unterscheidet sich. Sie schildern uns das Schadensbild, wir holen den Datenträger ab, analysieren ihn im Labor und melden uns mit einem Festpreis-Angebot zurück. Erst danach entscheiden Sie.
Transparenter Ablauf
Wenn niemand im Haus für die IT zuständig ist
Ein großer Teil der bayerischen Aufträge kommt aus Betrieben, in denen es keine eigene IT-Abteilung gibt. Die Technik läuft, bis sie es nicht mehr tut - und dann ist unklar, wer den Datenträger überhaupt ausbauen soll. Genau an dieser Stelle setzen wir an: Wir sagen Ihnen am Telefon, was zu tun ist, und übernehmen den Rest.
Praktisch heißt das: keine Fachbegriffe, keine Vorleistung Ihrerseits. Sie schildern, was passiert ist, wir organisieren die Abholung, und Sie bekommen nach der Analyse ein Angebot in verständlicher Sprache. Wenn ein IT-Dienstleister eingebunden ist, sprechen wir selbstverständlich auch direkt mit ihm.
Häufige Fälle
- Server- und NAS-Systeme aus Handwerk, Handel und Fertigung
- Warenwirtschaft und Buchhaltung von Arbeitsplatzrechnern
- Konstruktions- und Planungsdaten aus Büros und Werkstätten
- Praxis- und Kanzleidaten mit erhöhtem Vertraulichkeitsbedarf
- Private Archive von Notebooks, externen Platten und USB-Sticks
Datenträger, die wir retten
- Festplatten (HDD) aller Hersteller
- SSDs und M.2-/NVMe-Laufwerke
- RAID-Verbünde und NAS-Systeme
- Serverfestplatten und virtuelle Maschinen
- USB-Sticks und Speicherkarten
Woran Sie den Schaden erkennen
Ob ein Defekt mechanisch oder logisch ist, entscheidet über das Vorgehen - und darüber, wie dringend das Gerät ausgeschaltet werden muss:
Mechanisch: sofort ausschalten
- Klackern, Schleifen oder rhythmische Geräusche
- Das Laufwerk läuft an und stoppt sofort wieder
- Der Datenträger wird gar nicht mehr erkannt
- Nach Sturz, Stoß, Wasser- oder Überspannungsschaden
Logisch: Zugriff einstellen
- Aufforderung, den Datenträger zu formatieren
- Ordner sichtbar, Dateien lassen sich nicht öffnen
- Partition wird als RAW oder unformatiert angezeigt
- RAID meldet degraded oder Rebuild fehlgeschlagen
In beiden Fällen gilt: Je früher der Zugriff endet, desto besser die Ausgangslage. Mehr dazu unter Festplatte wird nicht erkannt und gelöschte Dateien wiederherstellen.
Erste Hilfe bei Datenverlust
Was Sie in den ersten Minuten tun, entscheidet oft darüber, wie aufwendig die Rettung wird. Diese fünf Punkte gelten unabhängig vom Speichermedium:
- Strom trennen: Ziehen Sie das Kabel, statt das System herunterzufahren - das spart weitere Schreibzugriffe.
- Keine Reparaturfunktion starten: chkdsk, fsck und Kameramenüs schreiben auf den Datenträger und zerstören Reste.
- Gehäuse geschlossen lassen: Das Öffnen außerhalb eines Reinraums macht eine mechanische Rettung deutlich teurer.
- Kein Rebuild bei RAID: Ein Wiederherstellungslauf auf defekter Basis überschreibt genau die Daten, die noch vorhanden sind.
- Zustand notieren: Wann trat der Fehler auf, welche Geräusche, welche Meldung? Das verkürzt die Analyse.
Was eine Datenrettung kostet
Der Preis hängt vom Speichermedium und vom Schadensbild ab, nicht vom Ort. Nach der Analyse erhalten Sie ein verbindliches Festpreis-Angebot; erst mit Ihrer Zustimmung beginnt die Rettung. Zur Orientierung einige abgeschlossene Aufträge:
- Externe Festplatte 4 TB, nach Sturz nicht mehr erkannt: ab 780 €
- Notebook-SSD, Firmware-Fehler, Rekonstruktion der Zuordnung: ab 720 €
- RAID 5 mit 3 Laufwerken, zweiter Ausfall während des Rebuilds: ab 1.450 €
- Serverfestplatte (SAS), Express-Bearbeitung innerhalb 24 Stunden: ab 1.350 €
- SD-Karte, versehentlich in der Kamera formatiert: ab 390 €
Eine vollständige Aufstellung finden Sie unter Kosten der Datenrettung. Eine erste Einschätzung am Telefon ist kostenfrei.
Für Unternehmen
Firmenkunden in Bayern brauchen neben den Daten vor allem einen belastbaren Ablauf. Sie erhalten von Beginn an einen festen Ansprechpartner, der den Bearbeitungsstand kennt und Rückfragen direkt beantwortet, ohne Ticketsystem und ohne Weiterreichen.
- Auftragsverarbeitungsvertrag und Verschwiegenheitserklärung auf Wunsch vorab
- Bearbeitung ausschließlich im eigenen Haus, keine Weitergabe an Dritte
- Express rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen
- Dokumentierter Ablauf von der Analyse bis zur Rückgabe der Daten
- Rechnung auf das Unternehmen, Zahlung nach Lieferung möglich
Für Ausfälle im laufenden Betrieb gilt bei uns immer derselbe erste Schritt: eine Sektorkopie. Das Original bleibt unverändert. Bei RAID-Verbünden und Serversystemen ist das entscheidend, weil sich ein fehlgeschlagener Rebuild dann nachträglich noch korrigieren lässt.
Kennen Sie schon unsere Datengarantie?
Eine Datenrettung gilt bei uns erst dann als erfolgreich, wenn mindestens 95 % Ihrer Daten wiederhergestellt sind - in der Regel sind es 100 %. Das halten wir vertraglich fest. Erreichen wir diese Schwelle nicht, entstehen Ihnen für die Wiederherstellung keine Kosten.
Der Grund, warum diese Zusage selten ist: Gerade die letzten fünf bis zehn Prozent sind bei komplizierten Schäden der mit Abstand aufwendigste Teil der Arbeit. Genau dort investieren wir die Zeit, statt ein Teilergebnis abzurechnen. Uns ist kein weiterer Anbieter bekannt, der sich in dieser Form festlegt.
SSD und Speicherkarte: warum hier andere Regeln gelten
Bei einer Festplatte liegen die Daten dort, wo das Dateisystem sie ablegt. Bei SSD, USB-Stick und Speicherkarte entscheidet das ein Controller: Er verteilt Schreibzugriffe über die Speicherzellen, schreibt Blöcke im Hintergrund um und führt dafür eine eigene Zuordnungstabelle. Fällt dieser Controller oder seine Firmware aus, ist der Speicher selbst oft unbeschädigt - nur weiß niemand mehr, welcher Block wohin gehört. Genau diese Zuordnung stellen wir wieder her.
Für Sie hat das zwei praktische Folgen. Erstens bringt Wiederherstellungssoftware hier fast nichts, weil sie den Umweg über den defekten Controller gehen muss. Zweitens arbeitet die interne Aufräumfunktion gegen Sie: Nach dem Löschen gibt das Betriebssystem die Blöcke frei, und die SSD räumt sie im Leerlauf selbstständig auf. Jede Stunde am Strom kann Reste kosten.
- SSD nach einem Datenverlust nicht angeschlossen liegen lassen, auch nicht im Standby
- Gebrochene Stick-Platinen und abgerissene Stecker nicht selbst löten, die Speicherchips sind meist intakt
- Einen verdächtigen Datenträger nicht an wechselnden Rechnern durchprobieren
- Bei Speicherkarten die Karte aus dem Gerät nehmen, statt im Kameramenü weiterzuklicken
Der Weg des Datenträgers: Abholung, Verpackung, Rückweg
Für den Weg zu uns haben Sie drei Möglichkeiten: den Kurier an die Firmen- oder Privatadresse, versicherten Versand, wenn Sie das Paket lieber selbst aufgeben, oder die persönliche Übergabe an unserem Standort in Leipzig. Aus Bayern ist der Kurier der bequemste Weg, weil Sie das Paket nicht selbst aufgeben müssen. Vorbereiten müssen Sie nichts außer einer stabilen Verpackung.
Zurück geht es denselben Weg. Auf Wunsch erhalten Sie das defekte Laufwerk zusammen mit den geretteten Daten; für Verpackung und nationalen Versand des Zieldatenträgers berechnen wir 10 Euro. Wenn Sie möchten, melden wir uns vor der Rücksendung kurz, damit jemand das Paket auch annehmen kann.
- Laufwerk antistatisch einpacken, mindestens in Luftpolsterfolie, und ringsum Platz zum Karton lassen
- Bei RAID oder NAS die Reihenfolge der Einschübe beschriften, bevor Sie die Platten ziehen
- Netzteil und Kabel nur mitschicken, wenn der Fehler damit zusammenhängt
- Auftragsnummer außen auf das Paket schreiben
- Einen eigenen Zieldatenträger dürfen Sie gleich mitschicken
Wenn der Betrieb steht: Express und Notfall
Stehen Warenwirtschaft, Fertigungssteuerung oder Terminplanung still, zählt nicht der günstigste Preis, sondern die Zeit bis zum ersten belastbaren Ergebnis. Dafür gibt es die Express-Bearbeitung: Abholung per Kurier, Diagnose innerhalb von etwa 24 Stunden, danach Ihre Entscheidung über die Rettung - und ein Ansprechpartner, der auch am Wochenende erreichbar ist.
Die Zeit bis dahin lässt sich nutzen. Je genauer Sie wissen, welche Daten den Betrieb blockieren und ab wann sie fehlen, desto gezielter arbeiten wir. Ob Express überhaupt nötig ist, klären wir vorab am Telefon; diese erste Einschätzung kostet nichts. Reicht die normale Bearbeitung, sagen wir das ebenfalls - die Express-Bearbeitung wird gesondert kalkuliert und lohnt nur dort, wo Stunden zählen.
- Ausgefallenes System stromlos machen und keine Bordmittel zur Reparatur starten
- Nennen Sie im Telefonat die Verzeichnisse, ohne die nicht weitergearbeitet werden kann
- Letzten funktionierenden Sicherungsstand prüfen, auch einen älteren - der Abstand zum Datenverlust bestimmt den Aufwand
- Ersatzhardware organisieren, damit die geretteten Daten sofort wieder produktiv laufen
Häufige Fragen zur Datenrettung in Bayern
Bitte nicht. Nach einem Sturz können die Schreib-Lese-Köpfe auf der Oberfläche aufliegen, und jeder weitere Anlauf schleift über genau die Spuren, die wir später lesen wollen. Nach Wasserkontakt bitte nichts trocknen und nichts föhnen, sondern das Laufwerk feucht in einen verschlossenen Beutel legen, damit die Scheiben nicht korrodieren. Nach einer Überspannung ist meist die Elektronik zerstört, die Daten selbst sind häufig unversehrt. Also: Strom trennen, anrufen, den Kurier bei Ihnen in Bayern abholen lassen. Laufen muss das Gerät dafür nicht mehr.
Auf einem Zielmedium, in der Regel einer externen Festplatte. Sie können auch Ihren eigenen Zieldatenträger mitschicken, dann liegen die Daten am Ende auf Ihrem Medium. Zurück kommt die Ordnerstruktur so, wie das Dateisystem sie noch hergibt; bei stark beschädigten Systemen bleibt ein Teil nur nach Dateityp sortiert. Eine Liste aller wiederhergestellten Dateien und Ordner erhalten Sie auf Wunsch; eine zweite Kopie auf einem zusätzlichen Zielmedium ist ebenfalls möglich, sprechen Sie das bitte vor der Rücksendung an. Soll der Zieldatenträger verschlüsselt sein, sprechen Sie das vor der Rückgabe mit Ihrem Ansprechpartner ab.
Ja, allerdings mit anderer Technik als bei einer Festplatte: Bei Flash-Speicher lesen wir häufig den Speicherchip direkt aus und rekonstruieren die Zuordnung der Daten rechnerisch, weil der defekte Controller diese Aufgabe nicht mehr übernimmt. Aus Bayern schicken Sie kleine Medien am einfachsten versichert ein - Stick oder Karte in eine Polsterhülle, Auftragsnummer außen auf das Paket. Gehört ohnehin noch ein Notebook oder eine externe Platte dazu, nehmen wir alles zusammen über die Abholung mit.
Sie erhalten eine Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer, auf Wunsch auf das Unternehmen ausgestellt. Dazu kommt der Analysebericht mit dem Schadensbild und dem verbindlichen Festpreis-Angebot. Das ist meist das Dokument, das Versicherer und Steuerberater sehen wollen, weil daraus Ursache und Aufwand hervorgehen. Eine Liste der wiederhergestellten Dateien und Ordner reichen wir auf Wunsch nach. Ob Ihre Police den Schaden deckt, klären Sie mit Ihrem Versicherer - die Unterlagen dafür liefern wir.
Wir nehmen den Datenträger trotzdem an, das ist Alltag. Wichtig ist nur, dass Sie offen benennen, was bereits passiert ist: gelaufene Wiederherstellungssoftware, ein geöffnetes Gehäuse, getauschte Elektronik, ein gestarteter RAID-Rebuild. Diese Angaben sparen Zeit und Geld, weil wir dieselben Sackgassen sonst noch einmal ablaufen. Liegt Ihnen bereits der Bericht eines anderen Datenretters vor, schicken Sie ihn einfach mit. Wir untersuchen den Datenträger anschließend selbst und erstellen einen eigenen Bericht mit Festpreis-Angebot.
Ihr Datenträger verlässt unser Haus nicht und wird an keinen Subunternehmer weitergereicht. Zugriff hat nur, wer an Ihrem Auftrag arbeitet, und alle Mitarbeiter sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO unterzeichnen wir auf Wunsch schon vor dem Versand, ebenso eine gesonderte Verschwiegenheitserklärung. Bei der Arbeit sehen wir Datei- und Ordnernamen, geöffnet wird aber nur das, was zur Prüfung des Ergebnisses nötig ist.
- Eigenes Reinraumlabor & Ersatzteillager
- 95% Datenrettungsgarantie
- Qualitätssicherung nach ISO 9001:2015
- Diskretion & Datenschutz nach DSGVO
- Persönlicher Ansprechpartner


